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Martinstraße 29-37 , Köln, 50667
Veranstaltungstyp
Zu wenig Zeit oder zu wenig Wirkung? Warum auch Kliniken Arbeit neu denken müssen.
Alle reden über Überlastung, zu wenig Personal, zu viele Aufgaben, zu wenig Zeit. Im reflexhaften Ruf nach „mehr“ gerät eine entscheidende Frage häufig aus dem Blick: Was, wenn das eigentliche Problem weder die Zeit noch die Menge der Arbeit ist, sondern ihre Struktur?
Genau an diesem Punkt setzt die Session „Wie Krankenhäuser Attraktivität und Effizienz verbinden“ an. Und sie dreht die Perspektive radikal. Der Impulsgeber der Session, Berater und Autor Lasse Rheingans, stellt nicht die nächste Forderung nach „mehr“ in den Fokus, sondern eine deutlich unbequemere These: Ein erheblicher Teil dessen, was im Alltag von Organisationen passiert, ist nicht zwingend notwendig, um gute Ergebnisse zu erzielen. Produktivität entsteht nicht durch mehr Stunden, sondern durch klare Prioritäten und konsequente Ausrichtung auf Wirkung.
Überträgt man diese Perspektive auf Krankenhäuser, wird die Debatte schärfer. Pflegekräfte und Ärztinnen arbeiten am Limit und verlieren gleichzeitig Zeit in Prozessen, die mit Versorgung wenig zu tun haben: Dokumentation, ineffiziente Abstimmungen, Doppelstrukturen, unklare Zuständigkeiten. Das Problem ist nicht nur knappe Zeit. Es ist Zeit, die nicht dort ankommt, wo sie gebraucht wird.
Die entscheidende Frage verschiebt sich damit. Es geht nicht mehr nur darum, wie zusätzliche Ressourcen ins System kommen. Sondern darum, wie die vorhandene Zeit so eingesetzt wird, dass sie tatsächlich Wirkung entfaltet. Wie lässt sich aus der vorhandenen Zeit mehr Wirkung herausholen, im Alltag und unter realen Bedingungen?
Darüber diskutieren neben Lasse Rheingans, Geschäftsführer der Rheingans GmbH, Maik Toremans, Direktor für Pflege und klinisches Prozessmanagement, Klinikum Bielefeld, Dr. Karsten Schneider, Organisations- und Personalexperte, zuvor u.a. Klinikum Dortmund, Michaela Evans-Borchers, Direktorin des Forschungsschwerpunktes Arbeit & Wandel am Institut Arbeit und Technik an der Westfälischen Hochschule und Annika Sommer, Unternehmenskommunikation Hüttenhospital gGmbH.
Weitere Sessions beim Gesundheitskongress des Westens nehmen in den Blick, worauf es für erfolgreiche Krankenhausführung heute ankommt, u.a.:
- Die Erfolgsfrage: Warum manche Häuser auskömmlich sind – und was alle daraus lernen können
- Krankenhaus goes Ambulantisierung: Vom großen Defizit zur tragfähigen Struktur
- Vom Investitionsstau zur Zukunftsstrategie: Krankenhausfinanzierung zwischen KHZG und neuer Gesetzgebung
- In der richtigen Mischung liegt die Kraft – Qualifikations- und Personalmix in der Pflege – eine Führungsaufgabe
- Die Strategiefrage: Mehr Souveränität, mehr Produktivität? Wie Krankenhäuser durch digitale Souveränität ihre Ambitionen verwirklichen.
Der Gesundheitskongress des Westens findet am 06. und 07. Mai 2026 unter dem Motto „Produktivität freisetzen, Ambitionen leben“ in Köln statt.
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