Unverarbeitete Gefühlserbschaften bei Nachkommen von Holocaust-Opfern vs. -Tätern sowie therap./berat. Auswirkungen
Wie wirken sich Schuld, Scham, Schmerz und Sprachlosigkeit im Zusammenhang mit der NS-Zeit auf nachfolgende Generationen aus? Dr. Bernd Sonntag und Dr. Peter Pogany-Wnendt beschäftigen sich seit über 30 Jahren mit den transgenerationalen Folgen familiärer Traumata und Tabuisierungen.
In ihrem Vortrag beleuchten sie wiederkehrende Muster in Opfer- und Täterfamilien und zeigen, wie sich unverarbeitete Erfahrungen auf die Nachkommen auswirken können – von Traumatisierungen über Schuldverstrickungen und Verdrängung bis hin zu belasteten Eltern-Kind-Beziehungen.
Im Anschluss besteht vor Ort Gelegenheit zur Diskussion und zum Austausch persönlicher und beruflicher Erfahrungen. Online-Teilnehmende können fachliche Fragen über die Chatfunktion einbringen.
Dozierende:
Dr. Bernd Sonntag ist Facharzt für Psychotherapeutische Medizin sowie für Psychiatrie und Psychotherapie und war leitender Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Psychosomatik und Psychotherapie der Universität Köln. Als Autor des Buches „Das Ende der Sprachlosigkeit? Auswirkungen traumatischer Holocaust-Erfahrungen über mehrere Generationen“ sowie als Gründungsmitglied und Mitautor zentraler Publikationen des Arbeitskreises für intergenerationelle Folgen des Holocaust (ehem. PAKH e. V.) verfügt er über langjährige Expertise auf diesem Gebiet.
Dr. Peter Pogany-Wnendt ist Facharzt für Psychotherapeutische Medizin sowie für Psychiatrie und Psychotherapie in Köln und Sohn jüdischer Holocaust-Überlebender aus Ungarn. Als Vorstandsmitglied des Arbeitskreises für intergenerationelle Folgen des Holocaust (ehem. PAKH e. V.) sowie als Autor von „Der Wert der Menschlichkeit“ und Co-Autor von „Das transgenerationelle Erbe von Schuld und Scham“ setzt er sich mit den Folgen des Holocaust für nachfolgende Generationen auseinander.
Die Veranstaltung findet im Hybridformat statt, sodass eine Teilnahme sowohl vor Ort als auch online möglich ist.
> Anmeldung bis Montag, den 23. November, unter diesem Link. Dort finden Sie weitere Informationen und zum Event.
> Veranstalter: APP Köln