Teilnahme am Zukunftskongress „Technik zum Menschen bringen“ am 26. und 27. Juni 2017 im World Conference Center Bonn (WCCB)

Welche technologischen Trends erobern zurzeit unseren Alltag? Wie ändert sich unser Alltag in den kommenden Jahren? Diese und viele weitere Fragen standen während des 3. Zukunftskongress „Technik zum Menschen bringen“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Fokus. Gemeinsam wurde mit Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Branchen diskutiert.


Technische Assistenzsysteme – vom chirurgischen Operationsroboter bis hin zur „mitdenkenden“ Wohnung – werden heutzutage kontinuierlich intelligenter und können teils selbstständig lernen. In Zukunft werden sie mehr Alltagsaufgaben übernehmen und dadurch den Menschen entlasten. Wie genau diese Zukunft aussehen kann, stand im Mittelpunkt des Zukunftskongresses „Technik zum Menschen bringen“, den Forschungsstaatssekretär Dr. Georg Schütte in Bonn eröffnete.

                           


Digitale Assistenzsysteme sind für viele Lebensbereiche wichtig: in der Medizin, der Gesundheitsvorsorge und auch in den eigenen vier Wänden. Daher widmeten sich auf dem Zukunftskongress ganz unterschiedliche Expertinnen und Experten aus den Ingenieurwissenschaften und der Robotik, der Philosophie und Psychologie sowie Informatiker, Neurowissenschaftler und auch Ärzte und Pflegekräfte den Chancen und Risiken, die diese innovativen Technologien mit sich bringen.  Die Diskussion nahm dabei auch kritisch den verantwortungsvollen Umgang mit sowie die Kontrolle und Handhabbarkeit der neuen Technologien auf.


Dies betonte auch Forschungsstaatssekretär Dr. Georg Schütte in seiner Eröffnungsrede: „Es geht nicht darum, die Kontrolle an die Technik abzugeben. Egal ob automatisierte Einparkhilfen, Smartphones mit immer neuen Funktionen oder Virtual Reality Brillen, die uns mit aktuellen Informationen versorgen – digitale Assistenztechnologien sollen die Menschen bei ihren alltäglichen Aufgaben unterstützen und so Raum für andere Dinge schaffen. Dies gilt sowohl im Privatleben als auch im Beruf.“


Das spannende Streitgespräch im Plenarsaal des ehemaligen Bundestages zwischen Prof. Dr. Katharina Zweig (Technische Universität Kaiserslautern) und Dr. Wolfgang Hildesheim (IBM Watson Group Deutschland) thematisierte die Chancen und Risiken von Künstlicher Intelligenz (KI). Während der Diskussion wurden durch Moderator Tom Hegermann themenspezifische Fragen an das Publikum mittels TED (Televoting-Verfahren) gestellt. Die Einbindung des Publikums stellte unvermittelt das Meinungsbild im Publikum den Streitpunkten zwischen den beiden Experten gegenüber.


Die Experten einer weiteren Diskussionsrunde trafen nach 20 Jahren nun in exakt derselben Zusammensetzung wieder aufeinander. Moderiert durch Marion Kälke und Dieter Beste unterhielten sich Prof. Dr. Helge Ritter (Exzellenzcluster Kognitive Interaktionstechnologie an der Universität Bielefeld), Prof. Dr. Klaus Mainzer (Technische Universität München) und Prof. Dr. Ernst Pöppel (Ludwig-Maximilians-Universität München) über das Wechselspiel zwischen KI- und Hirnforschung. Besonders interessant war zu sehen, in welchen Punkten sich die Meinungen der Experten in den letzten 20 Jahren zur Mensch-Technik-Interaktion verändert haben.


In den Foren „Mensch“, „Technik“ und „Interaktion“ wurde themenspezifisch diskutiert, bspw. zu Innovationen in der Medizintechnik und Pflege, Entwicklungen häuslicher Assistenzsysteme oder Usability Engineering.


Begleitet wurde der zweitägige Kongress von einer Ausstellung, die spannende Einblicke in die aktuelle Forschung zur Mensch-Technik-Interaktion gab und folgende Fragen behandelte: Was sind die aktuellen technologischen Trends?, Welche Technologien werden unseren Alltag in den kommenden Jahren erobern? Die Ausstellung war sowohl für Kongressbesucher, als auch für Bürgerinnen und Bürger, Schülerinnen und Schüler sowie Studierende ab dem zweiten Tag geöffnet.